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Entzifferung der Vergänglichkeit

Über die Aussagekraft verblasster Schrift auf Architekturoberflächen

  1. Dipl.-Ing Daniel Lohmann RWTH-Aachen, Lehrgebiet Denkmalpflege

Zusammenfassung

Schriftliche Botschaften auf Hausfassaden begleiten die Menschheit seit der Entstehung von Stadt und Schrift. W√§hrend jahrhundertealte Inschriften sorgsam gepflegt und dokumentiert werden, bleiben erhaltene oder wieder zum Vorschein gekommene Botschaften aus j√ľngerer Zeit oftmals unbeachtet. Mitunter sind Werbeinschriften, Hinweise und Verbote an Hausfassaden die einzigen Zeugnisse, die an die verschwundenen Bewohner und Nutzungen historischer Bauten in unseren St√§dten erinnern. Sie erm√∂glichen als historische Zeugnisse einen Einblick in die st√§dtische Alltagskultur vergangener Jahrzehnte und Epochen.

Keywords

 

Von schriftlichen Botschaften aus der fernen Vergangenheit geht eine starke Faszination aus. Die Wissenschaft, Inschriften aus antiken Kulturen zu entziffern, zu erforschen und damit den anderen historischen und archäologischen Disziplinen zugänglich zu machen, ist eine eigene Disziplin Рdie Epigraphik. An den schriftlichen Botschaften auf den Hauswänden der beiden vergangenen Jahrhunderte laufen wir aber zumeist achtlos vorbei. Dieser Artikel ist eine Einladung zum Hinschauen.

St√§dte entwickeln sich als Agglomerationen von handelnden Menschen. Arbeitsteilige Kulturen produzieren Waren, bieten Dienstleistungen an und tauschen diese G√ľter auf vielf√§ltige Weise aus. Die Spezialisierung eines Viertels oder einer Stra√üe auf eine Ware oder ein Handelsgut l√§sst sich heute noch oft an Orts- und Stra√üennamen erkennen ("H√ľhnermarkt", "K√∂rbergasse"). Eine weitere historische Quelle offenbart sich gelegentlich auf Fassaden und Brandw√§nden nach dem Abnehmen einer Fassadenbekleidung, nach Abriss eines Nachbarhauses oder schlichtweg durch das Abwittern von Fassadenfarbe: Die Beschriftung der Stadt. Diese ist kein neues Ph√§nomen. Seit der Erfindung der Schrift werden diese Handelsg√ľter auf Schildern, Beh√§ltern oder Fassaden angepriesen. Auf diese Weise werden auf den H√§usern einer Stadt die zeitspezifischen Formen von Leben und Handel unmittelbar ablesbar. Dies gilt f√ľr bronzezeitliche Hochkulturen und antike St√§dte gleicherma√üen wie f√ľr die Gegenwart.

In welchem Ausma√ü gerade in den vergangenen einhundertf√ľnfzig Jahren schriftliche Botschaften auf Plakaten und Fassaden das allt√§gliche Bild der St√§dte bestimmten, l√§sst anhand der fr√ľhesten photographischen Dokumente dieser ansonsten fl√ľchtigen schriftlichen Quellen auf den Oberfl√§chen von St√§dten nachvollziehen. Im neunzehnten und fr√ľhen zwanzigsten Jahrhundert w√§chst mit der rasanten Entwicklung der St√§dte der Wunsch nach ihrer bildlichen Dokumentation. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erlaubt schlie√ülich die Entwicklung der Photographie eine zuvor unbekannte, weitreichende bildliche Dokumentation des allt√§glichen Stra√üenbildes. Auf den Bildern von Marville und Atget l√§sst sich auf diese Weise nicht allein ein Bild vom Paris des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts gewinnen. Die Arbeiten dieser fr√ľhen Photographen zeichnen zugleich ein Bild, das von der Omnipr√§senz von Schrift in den Stra√üen der Stadt k√ľndet. Charles Marville (1816-1879) war ab dem Ende der 1850er Jahre als amtlicher Photograph im Auftrage Baron Georges-Eug√®ne Haussmanns und der Stadt Paris t√§tig; er dokumentierte systematisch die Stra√üenz√ľge, Ladenfronten, das st√§dtische Leben und Handeln (auch im √∂konomischen Sinne) vor und nach den Stadtsanierungen seines Auftraggebers. [1] Mit vorrangig k√ľnstlerischer Motivation, aber mit √§hnlicher Akribie und einem vergleichbaren Interesse f√ľr die kommerzielle Beschriftung der Fassaden seiner Stadt f√ľhrte Eug√®ne Atget (1857-1927) diese Arbeit wenige Dekaden sp√§ter fort. [2] Heute sind die Dokumentationen Marvilles, Atgets und ihrer Zeitgenossen nicht nur Klassiker der Photographie, sondern auch wichtige Zeugnisse der Bau- und Stadtbaugeschichte. Ihre Photographien sind eine unverzichtbare Quelle f√ľr Forschung und Wissenschaft – und gleichzeitig wertvolle Kunstwerke.

Auch heute k√∂nnen Photographien als Medium der Dokumentation wie ein Richtmikrofon den leisen Nachhall des st√§dtischen Lebens vergangener Jahrzehnte und Epochen aufzeichnen, wenn sie die unbeachteten schriftlichen Zeugnisse einer vergessenen Alltagskultur abbilden. Die Besch√§ftigung mit diesen Quellen kann wie eine arch√§ologische Wissenschaft eine Stratigraphie der Worte und Nutzungen in der Geschichte von Geb√§uden aufdecken, dokumentieren und das Wissen dar√ľber erhalten. [3] Die Besch√§ftigung mit Fassaden-Typographien macht einmal die fr√ľhere Nutzung von Architekturoberfl√§chen als Werbetr√§ger sichtbar (Abb. 1, 2) und dokumentiert zweitens auf vielschichtige Weise Verg√§nglichkeit, Ver√§nderung, Verwitterung. Die gute Angewohnheit, Fassaden immer wieder zu √ľberstreichen ohne die alten Farbschichten zu entfernen, bewahrt historische Typographien unter einer oft dicken Schutzschicht. Es warten in unseren St√§dten noch unz√§hlige Buchstaben unter einer Haut aus Fassadenfarbe auf Ihre Wiederentdeckung. Wetter und Zeit legen sie nach und nach wieder frei, oft unterst√ľtzt von Leerstand und Mangel an Pflege. In verlassenen Bauten gibt die Beschriftung oft die einzige Information √ľber das ehemalige Handeln hinter der Fassade.

Einige dieser Inschriften verweisen auf Nutzungen und Dienstleistungen, die es heute nicht mehr in dieser Form gibt (Abb. 3, 4, 5). Andere dokumentieren Umnutzungen oder kuriose Wechsel in der r√§umlichen Orientierung (Abb. 6, 7). Mehrere Beispiele lassen verschiedene Schichten von Typographie durch- und √ľbereinander erkennen (Abb. 8, 9, 10). Sie sind ein Palimpsest, ein mehrfach beschriebenes Dokument, dessen einzelne Schichten durch Witterungseinfl√ľsse freigelegt wurden. Oft auch vermischen sich die historischen Typographien mit den Botschaften unserer Zeit, mit bunten Plakatw√§nden, Werbetafeln oder hastig geschriebenen Graffitis und Tags (Abb. 11, 12, 13). Der Versuch, diese Zeitschichten voneinander zu trennen, unterscheidet sich nicht grunds√§tzlich von der Herangehensweise, welche die Kunstgeschichte f√ľr antike Monumente entwickelte – etwa f√ľr die Palimpsest-Wand der fr√ľhchristlichen Kirche Santa Maria Antiqua im Forum Romanum. Fehlstellen in fr√ľhmittelalterlichen westlichen Fresken geben hier den Blick auf fr√ľhere, fremdartig byzantinische Malereien mit griechischen Inschriften der ersten H√§lfte des sechsten Jahrhunderts frei [4].

Nicht immer beschr√§nkt sich die Betrachtung vergangener Zeitschichten auf H√§userw√§nden aber auf ein blo√ü kunsthistorisches Interesse. Botschaften aus der Vergangenheit k√∂nnen ganze Ortschaften in Verlegenheit bringen. Das Italien der 1930er und 40er Jahre leistete in der Anbringung faschistischer Propaganda eine so fl√§chendeckende Arbeit, dass sich politische Parolen und Konterfeis des "Duce" Benito Mussolini selbst in den abgelegensten Orten finden. Heute werden einige dieser Botschaften nach der Abwitterung der in der Nachkriegszeit schamhaft aufgebrachten T√ľnche wieder lesbar. [5] (Abb. 14, 15) In Mont√† d’Alba zwischen Turin und Alba tauchte so vor wenigen Jahren ein acht Meter breites Konterfei des Duce wieder an einer Wand auf. Der politisch linke Gemeinderat entschied, das Portr√§t als Mahnmal stehen zu lassen. [6] Die vergleichsweise gro√üe Zahl von erhaltenen Wandmalereien und Inschriften aus der faschistischen Zeit sowie der Verzicht auf ihre Beseitigung sind Zeugnis f√ľr den im Kontrast zu Deutschland anderen Umgang der Italiener mit ihrer j√ľngeren Geschichte.

Politische Parolen aus der Vergangenheit sind heute in Deutschland vor allem noch in den neuen Bundesl√§ndern auf H√§userw√§nden zu sehen. Sie k√ľnden von der sozialistischen Aufbruchstimmung der ersten Nachkriegsjahre. Die aus dieser Zeit stammende Parole "F√ľr ein einheitliches demokratisches Deutschland" in Leipzig (Abb. 17) kann angesichts der realen Entwicklungen und der B√ľrgerproteste, die 1989 zu Demokratie und Wiedervereinigung f√ľhrten, nachdenklich stimmen.

In besonderen F√§llen sind Inschriften auf Bauten letzte Zeugnisse von individuellen menschlichen Schicksalen. Die Geschichte des j√ľdischen Jungen Ernest Wolf und des Chemikers Dr. Heinrich J√ľsten aus Aachen, die anhand einer historischen Fassadeninschrift nachrecherchiert werden konnte (Abb. 16), [7] ist als Erz√§hlung von pers√∂nlicher und professioneller Integrit√§t in einer Diktatur durchaus mit dem Drama "Schindlers Liste" vergleichbar. [8]

Wenn also diese schriftlichen und bildlichen Zeugnisse der Architektur dahinter eine weitere Bedeutungsebene hinzuf√ľgen k√∂nnen, sollte man nicht in manchen F√§llen √ľber ihren Schutz nachdenken, ja sie als denkmalwert ansehen? Ein reich bebilderter denkmalpflegerischer Aufruf zum Erhalt solcher Schriften in den neuen Bundesl√§ndern verhallte leider gr√∂√ütenteils ungeh√∂rt: "In all den Bem√ľhungen um denkmalgerechte Wiederherstellung lebendiger historischer Stadtensembles blieb ein wesentliches Zeugnis der Alltagskultur unseres Jahrhunderts auf der Strecke: Werbeinschriften, Hinweise und Verbote an Hausfassaden in einem Reichtum an Schriftkultur, mit dem sie jahrzehntelang, teilweise schon ein ganzes Jahrhundert hindurch, den √∂ffentlichen Raum bestimmt haben." [9]

Hin und wieder begegnet man privatem Engagement und einem bewussten Umgang mit den Schriftzeugnissen der Vergangenheit auf H√§userfassaden. Typographische Zeugnisse k√∂nnen geschickt inszeniert werden, etwa um Orten zu einem unverwechselbaren Image zu verhelfen. So haben sich einige junge Unternehmer durch den Fund alter Schriften inspirieren lassen, die Geschichte und den patinierten Retro-Charme eines Ortes zum Thema und zum Namen angesagter Restaurants oder Caf√©s zu machen. Der Name des kleinen Caf√©s "Seifen Horst" im D√ľsseldorfer Viertel Unterbilk l√§sst vermuten, dass es sich vormals um ein v√∂llig anders genutztes Ladenlokal handelte. Der Caf√©besitzer √ľbernahm kurzerhand die Ladeneinrichtung, den Nachkriegscharme und sogar den unpassenden hinter Glas gemalten Namen f√ľr sein Caf√©. √Ąhnlich charmant ist das kleine Restaurant Helvetia Lokanta im Istanbuler Viertel Beyońülu. Zwei Unternehmerinnen kauften die ehemalige Bierhalle Helvetia, die in den 1930ern als eine der ersten Istanbuls √∂ffnete. Bei Renovierungsarbeiten fanden sie einen kurios anmutenden deutschen Schriftzug, sch√ľtzten ihn hinter einer Glasscheibe und machten den Fund kurzerhand zum Namen ihres 2004 er√∂ffneten Restaurants (Abb. 18). Heute wird hier kein Bier ausgeschenkt, doch ist dieses kleine Restaurant sehr lebendig und von Einheimischen wie Touristen gut besucht.

 

Abbildungen

Abb. 1. Verviers (Belgien), Rue Surdents. April 2009

Abb. 2. Aachen. Pontstrasse 62. August 2008. Haus erbaut 1906.
"August Stockem, Juwelier, Gold – Silberwaren." [10]

Abb. 3. Cottbus, Friedrich-Ebert-Str., Juni 2008.
"Pl√§tterei Wallstein. Spezial Wasch- u. Pl√§tt- Anstalt f√ľr Herrenw√§sche, Gardinen- Spannerei u. W√§scherei"

Abb. 4. Aachen, Friesenstraße 6, Mai 2005.
"W√§scherei, Feinb√ľgelei, Spec. Herrenw√§sche"

Abb. 5. Aachen, Kasinostraße 61, Oktober 2009. "Hans Wirtz, Steuerrechtswahrer, Rabatt-Spar-Verein."

Abb. 6. Verviers (Belgien), Rue Masson, Oktober 2006.
"Coiffeur"

Abb. 7. Br√ľssel (Belgien), Europa-Viertel. Januar 2007.
"ENTR√ČE / SORTIE"

Abb. 8 und 9. Br√ľssel (Belgien), Place Jeu de Balle, Oktober 2009.
Palimpsest aus verschiedenen Werbeschriften.

Abb. 10 . Aachen, Vaalser Straße 119a, Juli 2007.
"ARNOLD FARBER. TELEFON 22603. Kunst- & Handelsg√§rtnerei" [11]

Abb. 11 . Berlin, John-Schehr-Straße, Juni 2007.
"MOTANOL. Das Rein Deutsche Autoöl" (und Graffiti)

Abb. 12. Bédoin (Frankreich, Vaucluse), Juli 2007
"Dubo.. Dubon... Dubonnet"

Abb. 13 . Diarville (Frankreich, Lothringen), Juli 2007
"Texaco, St. Raphael, Quinquina"

Abb. 14. Terracina (Italien, Latium), September 2008
"IL POPOLO ITALIANO HA CREATO COL SUE SANGUE L’IMPERO. LO FECONDERA COL SUO LAVORO E LO DIFENDERA CONTRO CHIUN-QUE CON LE SUE ARMI."  [12]

Abb. 15 . Campiglia dei Foci (Italien, Toskana), Via di Campiglia, Juli 2010.
"VINCERE / CAMPIGLIA" [13]

Abb. 16 . Aachen, Monheimsallee 47, September 2009
"Facharzt f√ľr (Jungen- ?) und Kinder-Krankheiten, CHEMIE LABOR / KURSE, DR. J√úSTEN [14], SPRECHSTUNDEN von 10-12 u. v. 16-17 Uhr" [15]

Abb. 17 . Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße/ Ecke Kochstraße, Mai 2009.
"F√úR EIN EINHEITLICHES DEMOKRATISCHES DEUTSCHLAND" [16]

Abb. 18 . Istanbul (T√ľrkei), Beyońülu, 8 General Yazgan Sokak, M√§rz 2007.
"Bierhalle - Spezerei Handlung - Helvetia. Gabel Fr√ľhst√ľck"



[1] Patrice de Moncan, Cl√©mence Maillard, Charles Marville: Paris photographi√© au Temps D’Haussmann. Les Editions du M√©c√®ne, 2008.

[2] Laure Beaumont-Maillet (Hg.). Atget’s Paris. Thames and Hudson, 1992.

[3] Die Fotos in diesem Beitrag sind Teil einer mehrj√§hrigen photographischen Dokumentation von verwitterten Fassadenschriften, aufgenommen und katalogisiert vom Autor. F√ľr die Anregung und Diskussion zu diesem Beitrag geht ein herzlicher Dank an Karl Kegler, Daniel Buggert und Joachim R√∂mer.

[4] Adriano La Regina: Das Antike Rom. Arch√§ologischer F√ľhrer. Meiland 2005. S. 27.

[5] Ariberto Segàla: I Muri Del Duce. Edizioni Arca, 2001. Eine unpolitische Initiative versucht derzeit, eine Datenbank der erhaltenen Malereien zu erstellen. Ein erster Überblick findet sich unter www.scritte-mussolini.com.

[6] Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 116, 20.5.2008. 35. Seg√†la 2001 (vgl. Anm.  [5]). S. 292-294.

[7] Informationen zu Dr. J√ľsten aus dem Magazin Psychoanalytic Review, in einem Interview mit dem j√ľdischen, deutschst√§mmigen amerikanischen Psychoanalytiker und Akademiker Ernest Wolf:
"[...] there were two Jewish boys in my class, and we got beat up regularly. i finally didn't want to up with that any more so I left school. There was a local laboratory that did all of the water analysis and testing for the city water department. And they did assays of ore and metals for various industries. And the man, Dr. Heinrich Justen, the chemist who owned and ran this laboratory and school risked his livelihood by daring to let a Jew, me, become his student. The Nazis could easily have closed him down, maybe even sent him to a concentration camp. Though he probably was not fully aware of all the risks he incurred by accepting me, he also consciously felt an obligation to take me in because twenty years earlier, during World War I, his life and limbs had been saved by a Jewish doctor after having been severely wounded by allied shelling on the western front. Dr. Justen was a tall, friendly, wise, and courageous man whom I much admired. [...] He also ran a school, a kind of training program to train technicians that sort of work. [...] "
Virginia Hunter: "An Interview with Ernest Wolf. Part I: The Early Years." In: Psychoanalytic Review 79.3 (1992 Fall). S. 319.

[8] Thomas Keneally: Schindler’s Ark. 1982; dt.: Schindlers Liste. 1983.

[9] Wolfgang Nieschalk: "Signale aus der Welt von Gestern." In: Monumente – Magazin f√ľr Denkmalkultur in Deutschland 8 (1998) Nr. 7/8. S. 38-40.

[10] Das Juweliergesch√§ft war laut Aachener Adressb√ľchern seit 1860 aktiv, letzter gefundener Eintrag unter dieser Adresse 1949. In Internet-Auktionsh√§usern werden ab und an noch Objekte, z.B. ein Salatbesteck von August Stockem aus den 50er Jahren versteigert.

[11] Aachener Adressbuch 1899: Arnold Farber, Kunst- und Handelsg√§rtnerei unter "Vaelserstrasse 85". Die Nummerierung der Vaalser Strasse wurde ver√§ndert. Auf den Fensterleibungen links steht noch "KR√ĄNZE und BLUMEN / BOUQETS".

[12] Satz aus der "Proclamazione della sovranità italiana sull'impero Etiopico", eine Rede die Mussolini vor dem Gran Consiglio del Fascismo am 9. Mai 1936 hielt. Dieser und viele andere faschistische Sätze, Parolen und Bilder wurden in den 30er und 40er Jahren an zahlreiche Hauswände in nahezu jeder italienischen Stadt gemalt. Segàla 2001. S. 156-158.

[13] Nach dem Eintritt Italiens in den Krieg im Juni 1940 wird meist nur noch ein Wort an die Hausw√§nde geschrieben: “Vincere”, dt.: “Siegen!”. Seg√†la 2001. S. 224-233.

[14] Aachener Adressbuch 1949: Dr. Heinrich J√ľsten, Gesch√§ftsf√ľhrer. 

[15] Hunter "Interview" (vgl. Anm. 4). S.319.

[16] Parole aus den ersten Jahren nach der Gr√ľndung der DDR. √úber dem ehemaligen Kino “Nationale Front”, heute Kulturhaus “die naTo”. Mittlerweile wieder verdeckt.

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erstellt von Daniel Lohmann zuletzt verändert: 19.11.2019 09:40
Mitwirkende: Lohmann, Daniel
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