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√ľber archimaera neu

erstellt von Felix Martin zuletzt verändert: 19.07.2023 11:03

√úber archimaera

Architektur hat viele Facetten, ebenso die Besch√§ftigung mit ihr. Architekturtheorie, architektonisches Entwerfen und Architekturgeschichte n√§hern sich dem gemeinsamen Thema von ganz verschiedenen Seiten, haben unterschiedlichste Methoden entwickelt und interessieren sich f√ľr eine Vielzahl historischer und aktueller Themenstellungen. Die Diversit√§t dieser Ans√§tze schl√§gt sich im Spektrum der Architekturzeitschriften nur allzu deutlich nieder: jeweils spezielle Zeitschriften besch√§ftigen sich mit Themen der Entwurfspraxis, verfolgen die theoretische und gesellschaftliche Diskussion um Architektur oder betrachten Architektur als historisches Ph√§nomen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive.
Wir, eine Gruppe von Architektinnen und Architekten, Kunst- und Architekturhistorikerinnen und -historikern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, haben uns 2007 zum Ziel gesetzt, mit archimaera ein Medium bereitzustellen, das diese Standpunkte mit dem Ziel gegenseitiger Befruchtung und allgemeiner Horizonterweiterung verbindet. Der Architekturdiskurs erh√§lt damit ein Forum, in dem ein Austausch auf f√§cher- und methoden√ľbergreifender Ebene stattfinden kann.
Wir verstehen Architektur als ein √ľbergreifendes Kulturph√§nomen, das es in seiner gesamten Spannweite zu erfassen gilt. Typologie und Nutzung, mediale Pr√§senz und gesellschaftliche Funktionen, Motive, Geschichte und Deutung, Kunstcharakter und Zeichenhaftigkeit, Konstruktion und Materialit√§t sind Kategorien des Architektonischen, die einen gemeinsamen Zugang f√ľr alle beteiligten Disziplinen darstellen. Dar√ľber hinaus besitzt die Auseinandersetzung mit Architekturgeschichte und -tradition bis in die Gegenwart eine unmittelbare Bedeutung f√ľr das kulturelle Selbstverst√§ndnis. Gerade in der Moderne haben programmatische Architektinnen und Architekten, haben Architekturschulen vom Expressionismus bis zum Bauhaus, haben nationale Str√∂mungen und Ideologien, haben Demokratie und gesellschaftliche Institutionen die Bedeutungsdimension des Bauens und ihre jeweiligen Neuans√§tze stets in Anschluss oder Abgrenzung zur Baugeschichte definiert und visualisiert. archimaera versteht sich als Medium, das moderne Tendenzen des Bauens in Zusammenhang mit fundierter kultur- und baugeschichtlicher Analyse und nicht allein mit eilig zusammengesuchten Referenzabbildungen betrachtet.
archimaera ist eine Online-Zeitschrift, die einen Blick √ľber den Tellerrand der jeweiligen Disziplinen erm√∂glicht, Schnittmengen aufzeigt und den Austausch zwischen Praxis, Geschichte, Theorie und Reflexion f√∂rdert. Im interdisziplin√§ren Dialog sollen Architektur-Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, um so vertieftes Verst√§ndnis und gegenseitige Impulse sowohl f√ľr Forschungsthemen wie f√ľr die k√ľnstlerische und entwerferische T√§tigkeit von Architektinnen und Architekten zu gewinnen. Wissenschaftliche Texte, Entw√ľrfe, Zeichnungen und andere k√ľnstlerische Arbeiten stehen dabei als Ausdrucksm√∂glichkeiten eines kreativen, historischen und philosophischen Architektur-Diskurses gleichberechtigt nebeneinander. Ihre Zusammenschau bedeutet f√ľr jede beteiligte Disziplin einen Erkenntnisgewinn.

Themen und Erscheinungsweise

archimaera erscheint als Open-Access-Zeitschrift und ist je einer Themenstellung gewidmet, die einen √ľbergeordneten Zugang zur Gegenwart und Geschichte des Bauens sowohl aus kulturwissenschaftlicher Perspektive wie aus der Praxis der konstruktiven und entwerferischen Auseinandersetzung mit Architektur erm√∂glicht. Ein Editorial f√ľhrt in die Thematik jeder Ausgabe ein und bildet den Auftakt f√ľr einen redaktionell abgeschlossenen Hauptteil, in dem in wissenschaftlichen und k√ľnstlerischen Beitr√§gen verschiedenste Sichtweisen auf das Thema er√∂ffnet werden. Unter dem gemeinsamen Oberthema werden diese Beitr√§ge ohne Beschr√§nkung auf eine bestimmte historische Epoche oder auf einen bestimmten methodischen Zugang allerdings unter der Vorgabe versammelt, sich der interdisziplin√§ren Perspektive zu stellen, die das Rahmenthema vorgibt. Auf diese Weise funktioniert archimaera als Plattform des Austausches zwischen den Disziplinen, zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Praktikerinnen und Praktikern, zwischen j√ľngeren und etablierten Architektinnen und Architekten, Autorinnen und Autoren. Die redaktionelle Moderation, die Entwicklung und Explikation der disziplin√ľbergreifenden Ans√§tze stellt an die Redaktion der Zeitschrift besondere Anforderungen, die einen intensiven inhaltlichen Austausch im Vorfeld erfordern.

Redaktion und Peer Review

Alle Artikel, die bei archimaera eingereicht werden, werden zuerst von der Redaktion gemeinsam begutachtet und einer Auswahl unterworfen. Die zur Veröffentlichung ausgewählten Beiträge durchlaufen danach einen Double-Blind Peer Review durch externe Peers. Auf Basis dieses Reviews und einer gegebenenfalls anschließenden Überarbeitungsphase findet die Endredaktion der Beiträge durch die Redaktionsmitglieder von archimaera statt.
Alle archimaera-Artikel sind √ľber das Internet frei und kostenlos zug√§nglich (Open Access) und √ľber eine URN dauerhaft und ortsunabh√§ngig referenziert.


Impressum

archimaera
architektur. kultur. kontext. online
ISSN: 1865-7001
www.archimaera.de
ed.areamihcra@maet


Herausgeber:innen

redaktion archimaera

c/o Daniel Buggert
Amt f√ľr Denkmalschutz und Denkmalpflege, Stadt K√∂ln
Stellvertretender Amtsleiter
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

c/o Adria Daraban
Professur Geschichte und Theorie der Architektur
TU Kaiserslautern
Pfaffenbergstr. 95
67663 Kaiserslautern

c/o Karl R. Kegler
Professur Geschichte und Theorie der Stadt und der Architektur
Hochschule M√ľnchen
Karlstraße 6
D 80333 M√ľnchen

c/o Anke Naujokat, Felix Martin
Lehrstuhl f√ľr Architekturgeschichte
RWTH Aachen
Schinkelstraße 1
D 52056 Aachen

c/o Rainer Sch√ľtzeichel
Professur Architektur- und Stadtbaugeschichte
FH Potsdam
Kiepenheuerallee 5
14469 Potsdam


Redaktion

Daniel Buggert

Adria Daraban

Karl R. Kegler

Felix Martin

Anke Naujokat

Rainer Sch√ľtzeichel