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ĂŒber archimaera neu

erstellt von Felix Martin zuletzt verÀndert: 03.12.2019 22:57

Über archimaera

Architektur hat viele Facetten, ebenso die BeschĂ€ftigung mit ihr. Architekturtheorie, architektonisches Entwerfen und Architekturgeschichte nĂ€hern sich dem gemeinsamen Thema von ganz verschiedenen Seiten, haben unterschiedlichste Methoden entwickelt und interessieren sich fĂŒr unterschiedliche aktuelle Themenstellungen. Die Unterschiedlichkeit dieser AnsĂ€tze schlĂ€gt sich im Spektrum der Architekturzeitschriften nur allzu deutlich nieder: jeweils spezielle Zeitschriften beschĂ€ftigen sich mit Themen der Entwurfspraxis, verfolgen die theoretische und gesellschaftliche Diskussion um Architektur oder betrachten Architektur als historisches PhĂ€nomen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive.
Wir, eine Gruppe junger Architekten, Kunst- und Architekturhistoriker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, haben es uns seit dem Jahr 2007 zum Ziel gesetzt, mit archimaera ein Medium bereitzustellen, das diese unterschiedlichen Standpunkte mit dem Ziel gegenseitiger Befruchtung und allgemeiner Horizonterweiterung vereint. Der Architekturdiskurs erhĂ€lt damit ein Forum, in dem ein Austausch auf fĂ€cher- und methodenĂŒbergreifender Ebene stattfinden kann.
Wir verstehen Architektur als ein ĂŒbergreifendes KulturphĂ€nomen, das es in seiner gesamten Spannweite zu erfassen gilt. Typologie und Nutzung, mediale PrĂ€senz und gesellschaftliche Funktionen, Motive, Geschichte und Deutung, Konstruktion und MaterialitĂ€t sind Kategorien des Architektonischen, die einen gemeinsamen Zugang fĂŒr alle beteiligten Disziplinen darstellen. DarĂŒber hinaus besitzt die Auseinandersetzung mit Architekturgeschichte und -tradition bis in die Gegenwart eine unmittelbare Bedeutung fĂŒr das kulturelle SelbstverstĂ€ndnis. Gerade in der Moderne haben programmatische Architekten und Architekturschulen vom Expressionismus bis zum Bauhaus, haben nationale Strömungen und Ideologien, haben Demokratie und gesellschaftliche Institutionen die Bedeutungsdimension des Bauens und ihre jeweiligen NeuansĂ€tze stets in Anschluss oder Abgrenzung mit der Baugeschichte definiert und visualisiert. archimaera versteht sich als Medium, das moderne Tendenzen des Bauens in Zusammenhang mit fundierter kultur- und baugeschichtlicher Analyse und nicht allein mit eilig zusammengesuchten Referenzabbildungen betrachtet.
archimaera ist eine Online-Zeitschrift, die einen Blick ĂŒber den Tellerrand der jeweiligen Disziplinen ermöglicht, Schnittmengen aufzeigt und den Austausch zwischen Praxis, Geschichte, Theorie und Reflexion fördert. Im interdisziplinĂ€ren Dialog sollen Architektur-Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, um so vertieftes VerstĂ€ndnis und gegenseitige Impulse sowohl fĂŒr Forschungsthemen wie fĂŒr die kĂŒnstlerische und entwerferische TĂ€tigkeit des Architekten zu gewinnen. Wissenschaftliche Texte, EntwĂŒrfe, Zeichnungen und andere kĂŒnstlerische Arbeiten stehen dabei als verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten eines kreativen, historischen und philosophischen Architektur-Diskurses gleichberechtigt nebeneinander. Ihre Zusammenschau bedeutet fĂŒr jede beteiligte Disziplin einen Erkenntnisgewinn.

Themen und Erscheinungsweise

archimaera erscheint als Open-Access-Zeitschrift einmal im Jahr und ist je einer Themenstellung gewidmet, die einen ĂŒbergeordneten Zugang zur Gegenwart und Geschichte des Bauens sowohl aus kulturwissenschaftlicher Perspektive wie aus der Praxis der konstruktiven und entwerferischen Auseinandersetzung mit Architektur ermöglicht. Ein Editorial fĂŒhrt in die Thematik jeder Ausgabe ein und bildet den Auftakt fĂŒr einen redaktionell abgeschlossenen Hauptteil, in dem in fĂŒnf bis zehn wissenschaftlichen und kĂŒnstlerischen BeitrĂ€gen verschiedenste Sichtweisen auf das Thema eröffnet werden. Unter dem gemeinsamen Oberthema werden diese BeitrĂ€ge ohne BeschrĂ€nkung auf eine bestimmte historische Epoche oder auf einen bestimmten methodischen Zugang allerdings unter der Vorgabe versammelt, sich der interdisziplinĂ€ren Perspektive zu stellen, die das Rahmenthema vorgibt. Auf diese Weise funktioniert archimaera als Plattform des Austausches zwischen den Disziplinen, zwischen Wissenschaftlern und Praktikern, zwischen jĂŒngeren und etablierten Architekten und Autoren. Die redaktionelle Moderation, die Entwicklung und Explikation der disziplinĂŒbergreifenden AnsĂ€tze stellt an die Redaktion der Zeitschrift besondere Anforderungen, die einen intensiven inhaltlichen Austausch im Vorfeld erfordern.

Redaktion und Peer Review

Alle Artikel, die bei archimaera eingereicht werden, werden zuerst von der Redaktion gemeinsam begutachtet und einer Auswahl unterworfen. Die zur Veröffentlichung ausgewĂ€hlten BeitrĂ€ge durchlaufen danach einen Double-Blind Peer Review durch externe Peers. Nach einer möglichen Überarbeitung findet die Endredaktion der BeitrĂ€ge durch einzelne Redaktionsmitglieder von archimaera statt.
Alle archimaera-Artikel sind ĂŒber das Internet frei und kostenlos zugĂ€nglich (Open Access) und ĂŒber eine URN dauerhaft und ortsunabhĂ€ngig referenziert.


impressum

archimaera

architektur. kultur. kontext. online

ISSN: 1865-7001

www.archimaera.de

redaktion [at] archimaera.de

Herausgeber

redaktion archimaera
c/o Daniel Buggert
Lehrstuhl fĂŒr Architekturgeschichte
RWTH Aachen
Schinkelstraße 1
D 52056 Aachen

c/o Rainer SchĂŒtzeichel
Institut gta
ETH ZĂŒrich
Stefano-Franscini-Platz 5
CH 8093 ZĂŒrich

Redaktion

Daniel Buggert

Adria Daraban

Nadja Horsch

Karl R. Kegler

Felix Martin

Anke Naujokat

Rainer SchĂŒtzeichel