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├╝ber archimaera neu

erstellt von Felix Martin zuletzt ver├Ąndert: 21.04.2020 15:45

├ťber archimaera

Architektur hat viele Facetten, ebenso die Besch├Ąftigung mit ihr. Architekturtheorie, architektonisches Entwerfen und Architekturgeschichte n├Ąhern sich dem gemeinsamen Thema von ganz verschiedenen Seiten, haben unterschiedlichste Methoden entwickelt und interessieren sich f├╝r eine Vielzahl historischer und aktueller Themenstellungen. Die Diversit├Ąt dieser Ans├Ątze schl├Ągt sich im Spektrum der Architekturzeitschriften nur allzu deutlich nieder: jeweils spezielle Zeitschriften besch├Ąftigen sich mit Themen der Entwurfspraxis, verfolgen die theoretische und gesellschaftliche Diskussion um Architektur oder betrachten Architektur als historisches Ph├Ąnomen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive.
Wir, eine Gruppe von Architektinnen und Architekten, Kunst- und Architekturhistorikerinnen und -historikern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, haben uns 2007 zum Ziel gesetzt, mit archimaera ein Medium bereitzustellen, das diese Standpunkte mit dem Ziel gegenseitiger Befruchtung und allgemeiner Horizonterweiterung verbindet. Der Architekturdiskurs erh├Ąlt damit ein Forum, in dem ein Austausch auf f├Ącher- und methoden├╝bergreifender Ebene stattfinden kann.
Wir verstehen Architektur als ein ├╝bergreifendes Kulturph├Ąnomen, das es in seiner gesamten Spannweite zu erfassen gilt. Typologie und Nutzung, mediale Pr├Ąsenz und gesellschaftliche Funktionen, Motive, Geschichte und Deutung, Kunstcharakter und Zeichenhaftigkeit, Konstruktion und Materialit├Ąt sind Kategorien des Architektonischen, die einen gemeinsamen Zugang f├╝r alle beteiligten Disziplinen darstellen. Dar├╝ber hinaus besitzt die Auseinandersetzung mit Architekturgeschichte und -tradition bis in die Gegenwart eine unmittelbare Bedeutung f├╝r das kulturelle Selbstverst├Ąndnis. Gerade in der Moderne haben programmatische Architektinnen und Architekten, haben Architekturschulen vom Expressionismus bis zum Bauhaus, haben nationale Str├Âmungen und Ideologien, haben Demokratie und gesellschaftliche Institutionen die Bedeutungsdimension des Bauens und ihre jeweiligen Neuans├Ątze stets in Anschluss oder Abgrenzung zur Baugeschichte definiert und visualisiert. archimaera versteht sich als Medium, das moderne Tendenzen des Bauens in Zusammenhang mit fundierter kultur- und baugeschichtlicher Analyse und nicht allein mit eilig zusammengesuchten Referenzabbildungen betrachtet.
archimaera ist eine Online-Zeitschrift, die einen Blick ├╝ber den Tellerrand der jeweiligen Disziplinen erm├Âglicht, Schnittmengen aufzeigt und den Austausch zwischen Praxis, Geschichte, Theorie und Reflexion f├Ârdert. Im interdisziplin├Ąren Dialog sollen Architektur-Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden, um so vertieftes Verst├Ąndnis und gegenseitige Impulse sowohl f├╝r Forschungsthemen wie f├╝r die k├╝nstlerische und entwerferische T├Ątigkeit von Architektinnen und Architekten zu gewinnen. Wissenschaftliche Texte, Entw├╝rfe, Zeichnungen und andere k├╝nstlerische Arbeiten stehen dabei als Ausdrucksm├Âglichkeiten eines kreativen, historischen und philosophischen Architektur-Diskurses gleichberechtigt nebeneinander. Ihre Zusammenschau bedeutet f├╝r jede beteiligte Disziplin einen Erkenntnisgewinn.

Themen und Erscheinungsweise

archimaera erscheint als Open-Access-Zeitschrift und ist je einer Themenstellung gewidmet, die einen ├╝bergeordneten Zugang zur Gegenwart und Geschichte des Bauens sowohl aus kulturwissenschaftlicher Perspektive wie aus der Praxis der konstruktiven und entwerferischen Auseinandersetzung mit Architektur erm├Âglicht. Ein Editorial f├╝hrt in die Thematik jeder Ausgabe ein und bildet den Auftakt f├╝r einen redaktionell abgeschlossenen Hauptteil, in dem in wissenschaftlichen und k├╝nstlerischen Beitr├Ągen verschiedenste Sichtweisen auf das Thema er├Âffnet werden. Unter dem gemeinsamen Oberthema werden diese Beitr├Ąge ohne Beschr├Ąnkung auf eine bestimmte historische Epoche oder auf einen bestimmten methodischen Zugang allerdings unter der Vorgabe versammelt, sich der interdisziplin├Ąren Perspektive zu stellen, die das Rahmenthema vorgibt. Auf diese Weise funktioniert archimaera als Plattform des Austausches zwischen den Disziplinen, zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Praktikerinnen und Praktikern, zwischen j├╝ngeren und etablierten Architektinnen und Architekten, Autorinnen und Autoren. Die redaktionelle Moderation, die Entwicklung und Explikation der disziplin├╝bergreifenden Ans├Ątze stellt an die Redaktion der Zeitschrift besondere Anforderungen, die einen intensiven inhaltlichen Austausch im Vorfeld erfordern.

Redaktion und Peer Review

Alle Artikel, die bei archimaera eingereicht werden, werden zuerst von der Redaktion gemeinsam begutachtet und einer Auswahl unterworfen. Die zur Ver├Âffentlichung ausgew├Ąhlten Beitr├Ąge durchlaufen danach einen Double-Blind Peer Review durch externe Peers. Auf Basis dieses Reviews und einer gegebenenfalls anschlie├čenden ├ťberarbeitungsphase findet die Endredaktion der Beitr├Ąge durch die Redaktionsmitglieder von archimaera statt.
Alle archimaera-Artikel sind ├╝ber das Internet frei und kostenlos zug├Ąnglich (Open Access) und ├╝ber eine URN dauerhaft und ortsunabh├Ąngig referenziert.


impressum

archimaera
architektur. kultur. kontext. online
ISSN: 1865-7001
www.archimaera.de
redaktion [at] archimaera.de

Herausgeber

redaktion archimaera

c/o Daniel Buggert
Kunsthistorisches Institut der Universit├Ąt zu K├Âln
Vertretung der Professur Architekturgeschichte
Albertus-Magnus-Platz
50923 K├Âln

c/o Adria Daraban
Fachgebiet Architekturtheorie
BTU Cottbus-Senftenberg
Postfach 10 13 44
03013 Cottbus

c/o Karl R. Kegler
Professur Geschichte und Theorie der Stadt und der Architektur
Hochschule M├╝nchen
Karlstra├če 6
D 80333 M├╝nchen

c/o Anke Naujokat, Felix Martin
Lehrstuhl f├╝r Architekturgeschichte
RWTH Aachen
Schinkelstra├če 1
D 52056 Aachen

c/o Rainer Sch├╝tzeichel
Institut gta
ETH Z├╝rich
Stefano-Franscini-Platz 5
CH 8093 Z├╝rich

Redaktion

Daniel Buggert

Adria Daraban

Karl R. Kegler

Felix Martin

Anke Naujokat

Rainer Sch├╝tzeichel