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Die im Rahmen des Wohnungsbauprogramms der SED seit Mitte der 1970er Jahre an den Rändern bedeutender DDR-Bezirksstädte entstandenen Großsiedlungen gelten weithin als ort- und charakterlose Schlafstädte auf der "grünen Wiese", deren Konzeption und Erbauung sowohl funktionalen Planungsgrundlagen folgte als auch auf die Erfüllung bauwirtschaftlicher Anforderungen ausgerichtet war. Das etwa zwölf Kilometer nordöstlich des Berliner Stadtzentrums gelegene Neubaugebiet Berlin-Marzahn mit seinen mehr als 60.000 Wohneinheiten für insgesamt 175.000 Einwohner, realisiert zwischen 1976 und 1987 nach städtebaulichen Entwürfen von Roland Korn (Chefarchitekt für Ost-Berlin) und Heinz Graffunder (Chefarchitekt des Neubaugebietes Berlin-Marzahn), gehört noch heute zu den größten zusammenhängenden, in industrieller Bauweise errichteten Wohngebieten Deutschlands. [1] Somit kann es als prototypisch im Hinblick auf die einleitende Charakterisierung verstanden werden (Abb. 1, Abb. 2). Doch stellt sich die Lage bei genauerer Betrachtung komplexer dar, als es zunächst offenkundig ist. Berlin-Marzahn, wie andere gleichzeitig entstandene Neubaugebiete, unterscheidet sich von den großen Vorgängerprojekten der 1960er Jahre – insbesondere dem Bau von Halle-Neustadt – vor allem dadurch, dass hier der das Pathos des Aufbruchs, das jene Projekte bestimmt hatte, weitgehend fehlt. [2]

Abb. 1, 2. Blick über Berlin-Marzahn in Richtung Süden (links), Marzahner Promenade (rechts), Fotos: Torsten Lange.

Wurde in den frühen Siedlungsprojekten der Versuch unternommen, abgeschlossene räumliche Einheiten abseits bestehender Städte herauszubilden und neue räumliche Muster ebenso wie architektonische Typologien im Sinne der Veränderung des gesellschaftlichen Lebens unter den Bedingungen des sich entwickelnden Sozialismus zu entwickeln, beruhte Marzahn trotz seiner räumlichen Dimensionen und modernen bautechnologischen Umsetzung in vielerlei Hinsicht auf Vorstellungen von Konvention und Kontinuität, auch wenn diese nicht sofort augenfällig sind. [3] Hierbei spielte der spezifische Umgang mit dem landschaftlichen Umfeld sowie mit dem vorwiegend dörflich geprägten baulichen Kontext bei den Planungen für den neuen Stadtteil eine bedeutende Rolle. Insbesondere die Entscheidung, das mehr als 650 Jahre alte Angerdorf Marzahn mit seiner historischen Dorfkirche, bestehenden Höfen und Einfamilienhäusern zu erhalten und in die Planung zu integrieren, war Zeichen eines Paradigmenwechsels (Abb. 3). [4] Zusätzlich zum märkischen Dorf als konserviertem Artefakt erfolgte aber auch vermittels der sogenannten "Konzeption komplexer Umweltgestaltung" eine Vielzahl von Rückgriffen und Verweisen auf lokale und regionale Gegebenheiten. So lassen sich bis heute Kunstwerke an Gebäuden und im öffentlichen Raum auffinden, in denen die umgebende märkische Landschaft mit ihrer Flora und Fauna, aber auch ihrer Geographie, Kultur und ihrem Brauchtum in gegenständlicher oder abstrakter Form imaginiert werden (Abb.4). [5] Sowohl Dorf als auch architekturbezogene Kunst sind somit Hinweise für Verschiebungen nicht nur auf der Ebene städtebaulicher, sondern auch auf der Ebene gesellschaftlicher und kultureller Diskurse in der DDR, in denen es zu einer Neubewertung von Geschichte, Ort, Heimat und Identität kam. Obwohl bei der Planung und Realisierung von Berlin-Marzahn von einer Auseinandersetzung mit dem genius loci im Sinne von Christian Norberg-Schulz ganz sicher keine Rede sein kann, lässt sich hier dennoch – stärker als zuvor – ein auf den gegebenen Ort bezogener heimatstiftender Ansatz wahrnehmen, der sich deutlich vom utopisch aufgefassten Heimat-Topos als Kommendes, Mögliches (als "Noch-Nicht" wie bei Ernst Bloch) unterscheidet. [6]

Abb. 3. Der historische Dorfkern von Marzahn inmitten der Großsiedlung, Foto: Torsten Lange.

In ihrer Betonung zugleich pragmatischer und konkret-alltäglicher Sachverhalte deckten sich die Vorstellungen von Planern, Architekten, Gestaltern und Künstlern weitgehend mit den geänderten Prämissen der Partei- und Staatsführung, deren erklärtes es Ziel war, in den neuen Siedlungen in erster Linie Identität zu stiften und eine Heimat für die Bewohner zu schaffen. [7] Dem Historiker Jan Palmowski zufolge kam es mit dem Wechsel von Walter Ulbricht zu Erich Honecker Anfang der 1970er Jahre gleichzeitig zu einem Wandel des offiziellen Heimatverständnisses – von abstrakt ideologischen Interpretationen des Begriffs hin zu einer stärkeren Verbindung zwischen Heimat und Populärkultur. [8] Das führte dazu, dass die Partei heimatkundliche Forschungen, Folklore, Festivals sowie die Denkmalpflege zunehmend unterstützte und dass lokale ebenso wie regionale Besonderheiten als Werte aufgefasst wurden, welche die DDR in ihrer Vielfalt bereicherten. [9] Ähnlich wie der russische Anthropologe Alexey Yurchak, dessen Analyse der Alltagskultur des "Spätsozialismus" (late socialism) in der Sowjetunion eine wachsende Diskrepanz und Konfrontation zwischen öffentlichen Gesten und nichtöffentlichen Handlungen aufzeigt, [10] beschreibt auch Palmowski für den Heimatdiskurs während der letzten beiden Jahrzehnte in der DDR eine gewisse Ambivalenz zwischen offiziellen und individuellen Bedeutungssetzungen. [11]

Abb. 4. Skulpturengruppe Plastische Körper – Große Blüten im Springpfuhlpark von Horst Göhler, Robert Rehfeldt und Wolfgang Weber, Quelle: Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 Nr. 272118, Foto: Günter Schneider.

Im Folgenden sollen diese widersprüchlichen Aspekte und die sich aus ihnen ergebenden Konflikte zwischen den an der "Produktion des Raumes" beteiligten Akteuren am Beispiel der für das Wohngebiet entwickelten "Repräsentationen des Raumes" – also dortiger Entwürfe und Gestaltungsvorschläge – aufgezeigt werden. [12]

Ein grundlegender Widerspruch ergab sich bereits zwischen den zur "Lösung der Wohnungsfrage" angewandten planerischen Methoden und der gleichzeitigen ideologischen Neuausrichtung auf Heimat, womit ihre Schaffung ebenso angesprochen ist wie ihr Schutz. Denn letztlich markierte die Rückkehr des Wohnungsbaus an die Randzonen der Großstädte eine Fortsetzung der für die kapitalistische Gesellschaft charakteristischen Formen der Raumproduktion, durch die sich die Großstadt immer weiter in den umgebenden Raum ausdehnt und schließlich zur voranschreitenden Zerstörung von Natur und Heimat beiträgt (Abb. 5). In diesem Sinne kommentierte der Philosoph und Architekturtheoretiker Lothar Kühne 1974 jene Prozesse mit kritischem Blick auch auf die Entwicklungen in der DDR:

"Die kapitalistische Stadt hat keine räumliche Prägnanz, sie verläuft, ihre Grenze ist nur verwaltungstechnisch scharf festgelegt. [...] Die Problematik der modernen Großstadt besteht für den Kommunismus nicht darin, daß sie eine gegenüber dem Naturraum selbständige Raumwelt formiert. Es besteht vielmehr die Aufgabe, diese gesellschaftliche Raumwelt der Menschen auf einem höheren Niveau zu verwirklichen. Die Unangemessenheit der Stadt als Lebensform gegenüber dem entwickelten Kommunismus ist darin begründet, daß diese neue Qualität der Gesellschaftung des Raumes durch die Großstadt nicht zu erreichen ist, daß sie nicht die Spannung zwischen sozietärem Raum und Naturraum erzeugt, sondern die Tendenz zu ausgleichenden Siedlungsformen in den Randzonen der Städte und in den Naturräumen selbst, daß sie also die Tendenz hat, die Natur zu verdrängen und die Stadt aufzulösen."

Die Vorschläge zum Umgang mit dem Angerdorf sowie für die Konzeption komplexer Umweltgestaltung entstanden im Spannungsfeld dieses die Planungen für Berlin-Marzahn insgesamt beherrschenden Grundkonflikts. Daher soll an dieser Stelle zunächst kurz auf ihn eingegangen werden.

Abb. 5. Großbaustelle Berlin-Marzahn am Rande der Stadt, Foto: Gerd Danigel.

Rückkehr zum Rand? Extensives Bauen als Umweltproblem

Auslöser für die Erschließung extensiver Wohnungsbaustandorte war die geänderte Wohnungsbaupolitik der Regierung Honecker ab Anfang der 1970er Jahre, in der sowohl sozialpolitische als auch wirtschaftliche Erwägungen zum Tragen kamen. Zum einen zeichnete sich durch die negative Bilanz des Wohnungsbaus und durch den anhaltenden Mangel an Wohnraum in Ost-Berlin die Tatsache ab, dass die Strategie der intensiven, auf Abriss und Rekonstruktion innerstädtischer Wohngebiete setzende Stadtentwicklung nicht ausreichend schnell zu den gewünschten quantitativen Ergebnissen führen würde; dieser Umstand wog umso schwerer, als die Zahlen des gleichzeitigen Wohnungsbauaufkommens im Westteil der Stadt bekannt wurden. [13] Zum anderen ging man im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau Ost-Berlins zu einem Zentrum für Verwaltung, Wissenschaft und Intelligenz bis zur 750-Jahr-Feier 1987 von einer weiteren planmäßigen Zunahme der Bevölkerung um etwa 125.000 Einwohner aus. [14] Günter Peters zufolge, der als Stadtbaudirektor und erster Aufbauleiter von Berlin-Marzahn eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung, Planung und Ausführung des Vorhabens spielte, ließen sich auf der "grünen Wiese" etwa 98 Prozent Wohnungszugewinn erwarten. [15] So verstanden er und andere verantwortliche Akteure die Entwicklung neuer Standorte an den Stadträndern überwiegend als Garant einer schnellen, effizienten und vor allem kostengünstigen Bereitstellung von neuem Wohnraum für die Bevölkerung. [16]

Damit kam es unter anderem Vorzeichen zu einer Neuauflage bereits verworfener Grundsätze. Schon in den 1960er Jahren war offen Kritik an extensiv betriebener Stadtentwicklung und der Verschwendung von Grund und Boden zu baulichen Zwecken geübt worden. [17] Die im Zuge des neuen ökonomischen Systems intensiv geführten Diskussionen über eine Reduzierung des Baulandaufwands zum Schutz insbesondere landwirtschaftlicher Nutzflächen sowie die sich daraus ergebenden Paradigmen größtmöglicher räumlicher Konzentration und intensiver Bebauung der Städte – später im Begriffspaar "Ökonomie der Zeit und Ökonomie des Raumes" theoretisch gefasst [18] – lassen sich gut anhand des Ende 1966 in Leipzig durch Hermann Henselmann abgehaltenen Entwurfskolloquiums "Umgestaltung der Wohngebiete" nachvollziehen. [19] In diesen Jahren zeichnete sich nicht nur in der DDR, sondern vielmehr weltweit ab, dass das "Wachstum der Industrie, des Bauwesens und des Verkehrswesens, die Konzentration der Bevölkerung in Städten und industriellen Zentren, die Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktionsprozesse, [und] das zunehmende Bedürfnis nach Erschließung und Schutz von Erholungsräumen" gesetzliche Grundlagen und Regelungen zum Schutz und zur planmäßigen Gestaltung der Umwelt erforderlich machten. [20] Wie stark der Einfluss des Umweltthemas im internationalen Architekturdiskurs dieser Zeit war, belegt der am Vorabend des Prager Frühlings 1967 in Prag abgehaltene und vom Geist sozialistischer Reformexperimente geprägte neunte UIA Kongress zum Thema "Architektur und Lebensmilieu des Menschen". [21] In der im Frühjahr 1968 verabschiedeten Verfassung der DDR stellte Artikel 15 nicht nur den Schutz des Bodens als einen der "kostbarsten Naturreichtümer" in den Vordergrund, sondern machte – formell – auch den Schutz der Natur allgemein zur Sache von Staat, Gesellschaft und Bürgern. [22] Im Mai 1970 wurde ein auf diesen Artikel zurückgehendes Landeskulturgesetz erlassen, das neben zahlreichen anderen Aspekten auch auf Fragen des Städtebaus und der Architektur abzielte. [23] Dazu gehörte der später im Wohnungsbauprogramm von 1973 formulierte und in einer Informationsbroschüre von 1980 bekräftigte Anspruch, dass "Städteplaner [...] bestehende Baumgruppen, ganze Waldstücke, Bäume an ehemaligen Chauseen, Hügel und kleine Teiche, aber auch Vorortsiedlungen mit dörflichem Charakter in ihre Konzeptionen" einbeziehen sollten. [24]

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen erarbeitete eine Gruppe von Wissenschaftlern aus verschiedenen Berliner Forschungseinrichtungen – ohne offiziellen Auftrag – auf der Basis von Grundlagendokumenten für den städtebaulichen Entwurf eine gemeinsame, kritische "Studie über soziologische und umweltgestalterische Probleme der städtebaulichen Planung des neuen Stadtteiles in Biesdorf-Marzahn". [25] Maßgeblich daran beteiligt waren der Architekturtheoretiker Bruno Flierl, der Kultursoziologe Fred Staufenbiel, der Berliner Sozialwissenschaftler Siegfried Grundmann sowie später auch der Umweltforscher Heinz Kroske. Letzterer beteiligte sich an Diskussionen in der Klasse Umweltschutz und Umweltgestaltung an der Akademie der Wissenschaften unter anderem zu "Probleme[n] und Methoden zur Einschätzung komplexer ökologischer Wirkungen von Wirtschaftsmaßnahmen". [26] Weitere Verfasser der Studie waren der Gesellschaftswissenschaftler Fritz Böhme und der Forstwissenschaftler Harry Wersenger.

Eine detaillierte Schilderung der in dieser Studie im Einzelnen vorgebrachten Kritikpunkte würde den Umfang dieses Beitrages sprengen; hier sollen nur die wichtigsten Aspekte zusammengefasst werden: Der von Flierl bearbeitete Teil "sozial-räumliche Probleme" betrachtete die städtebaulichen und infrastrukturellen – vor allem verkehrstechnischen – Beziehungen zwischen Marzahn und der kompakten Stadt, aber auch die durch den Erhalt der historischen Bausubstanz hervorgerufene Zerstückelung des neuen Stadtbezirks. [27] Daneben identifizierten die Autoren eine Reihe "[s]oziale[r] und kulturelle[r] Probleme des Lebens im neuen Stadtteil," vor allem im Hinblick auf die vorherzusehende Sozialstruktur des Gebiets. So befürchteten sie, dass die räumliche Trennung zwischen der bestehenden alten und der neuen Bebauung zu Segregation und sozialen Differenzen zwischen "Alteingesessenen", also Bewohnern von Eigenheimen am Stadtrand, und den in eine Neubausiedlung mit großstädtischem Charakter Zugezogenen führen könne. [28] Aus umweltgestalterischer Sicht trat insbesondere das Problem der Luftverschmutzung in den Vordergrund, vor allem aufgrund eines im Westen direkt an das Wohngebiet angrenzenden Industriegebiets und eines Heizwerks sowie aufgrund des zu erhaltenden Altbaubestands mit seinen überwiegend veralteten Ofenheizungen. [29] Seitens der Entscheidungsträger in der Partei, die Adressat der Studie waren, herrschte zu den formulierten Einwänden weitgehend Schweigen und Ignoranz, was angesichts der teils fundamentalen Infragestellung zentraler Aspekte des prestigeträchtigen Gesamtvorhabens durch die Wissenschaftler nicht überraschen mag. [30]

Stadt und Land. Das Angerdorf als Artefakt im Neubaugebiet

Aller offiziellen Nichtbeachtung zum Trotz traf die Studie im Kern dennoch zentrale Widersprüche, deren Lösung mit städtebaulichen, architektonischen und landschaftsgestalterischen Mitteln eine Herausforderung für die Architekten des Neubaugebiets war. Weitreichende Auswirkungen hatte die sehr früh im Planungsprozess gefällte Entscheidung, neben landschaftlichen Elementen vor allem auch ländliche bauliche Strukturen und Dorfarchitekturen zu erhalten und in die neu gebaute Großwohnsiedlung zu integrieren. Denn zusätzlich stellte sich den Architekten bei der Planung von Marzahn – gebunden an die jeweils für die Planzeiträume bestätigten "Erzeugnisse des Komplexen Wohnungsbaus" – nun auch die Frage, wie sich mittels des Standardsortiments der Bauproduktion für den konkreten Standort geeignete Siedlungs- und Wohntypologien entwickeln ließen. Schließlich handelte es sich bei Marzahn, wie immer wieder betont wurde, um einen neuen städtischen Bezirk am Stadtrand mit den "Dimensionen einer ganzen Stadt." An den Entwürfen Beteiligte, wie die spätere Baustadträtin von Berlin-Mitte, Dorothee Dubrau, erinnern sich an die vergeblichen Versuche des Chefarchitekten Heinz Graffunder, "einen Strategiewechsel in der Baupolitik durchzuführen" und "vorstädtischer" zu bauen, statt wie in anderen Bezirken Berlins vornehmlich mit elfgeschossigen Zeilen und Hochhäusern zu arbeiten." [31] Dass letzteres eher zu Kontrasten denn zum erhofften harmonischen Zusammenwirken von neuer und alter Bebauung führen würde, entging dabei den Wenigsten.

Aus dieser Situation mag sich auch die vereinzelte Kritik an der eingeschlagenen Strategie zur Erhaltung des Dorfkerns und der bestehenden Einfamilienhäuser erklären, wenngleich über die genauen Hintergründe und Motivationen der ablehnenden Haltung zum Beispiel von Flierl nur im weiteren Zusammenhang der oben genannten Studie nachgedacht werden kann. Seiner Ansicht nach wolle es nicht recht einleuchten, "warum [...] die alte Dorfstruktur mitsamt ein paar wertlosen Häusern (am Nordrand des Angers) und einer Kirche als zentraler Punkt" innerhalb eines Bildungs-, Sport- und Erholungszentrums, das in diesem Bereich vorgesehen war, erhalten werden sollte. [32] Diese ursprüngliche Konfiguration, die sich anhand der Strukturpläne für die frühesten städtebaulichen Untersuchungen von 1973 nachvollziehen lässt, zeigt den historischen Ortskern von Marzahn im geplanten Stand von 1980/82 noch einem landschaftlichen Bereich östlich eines entlang der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bahnstrecke als Bandstadt konzipierten neuen Bezirks zugeordnet. In der anvisierten langfristigen Planung sollte sich dann die von Flierl kritisierte Entwicklung ergeben, in der das Dorf – zumal in höchst eigenwilliger Weise durch eine neue Verkehrsverbindung zerschnitten – zum Teil eines Freizeit- und Erholungsparks werden sollte. Es ist für den Verlauf der Planungen interessant, dass sich das wichtigste Stadtteilzentrum des Wohngebiets laut diesem zweiten Strukturplan beidseitig der Ausfallstraße Landsberger Allee, die das Dorf nordwestlich flankierte, entwickeln sollte. Letztlich wurde dieser Vorschlag nicht weiter verfolgt, und das Hauptzentrum – auf dessen Entwurf noch näher einzugehen sein wird – wurde entlang der Nordseite der Hauptstraße geplant. Damit war die räumliche Trennung von neuem Zentrum und altem Dorf vorgegeben. [33]

Da sich im Verlauf der Planungen die Zahl der Wohnungen und die Bebauungsdichte zwischenzeitlich weiter erhöhten, kam es bis 1975 zu einer vollständigen "Integration" des Angerdorfs in die Wohnbebauung. Sollte sich das Dorf ursprünglich am Rande der Bebauung am Übergang zum weiter östlich vorgelagerten Naherholungsgebiet befinden, zeigen Modellaufnahmen des 1976 veröffentlichten endgültigen städtebaulichen Entwurfs die letztlich realisierte Situation mit dichter Wohnbebauung um den Dorfkern herum (Abb. 6). Entlang der neu angelegten Neuen Warener Staße im Süden waren ineinander verschränkte Blockstrukturen mit elfgeschossigen Wohnbauten vom Typ WBS 70 sowie eine fünfgeschossige Bebauung vom selben Typ als Hofabschluss und zur Dorfseite hin geplant. Auf der Ostseite stehen dem Angerdorf ebenfalls elfgeschossige Bauten und ein Wohnhochhaus gegenüber, wobei letzteres dem Turm der evangelischen Dorfkirche aus dem 19. Jahrhundert (Friedrich August Stüler, 1870–1871) gleichsam als neues Zeichen entgegengesetzt ist.

Wie schwierig sich unter diesen Rahmenbedingungen der Umgang mit dem Dorf im Sinne der Schaffung eines "harmonischen Ganzen" gestaltete, zeigte sich vor allem am Entwurfsprozess für den gesellschaftlichen Bereich und das Hauptzentrum von Berlin-Marzahn, der gleichzeitig mit der Aufnahme des gesamten Dorfkerns und der Kirche in die Denkmalliste im Jahr 1977 begann. [34] Bei allen Unterschieden zwischen den einzelnen Entwürfen zeichnete die beiden konkurrierenden Projekte der ersten Wettbewerbsstufe – das Projekt "Stern" von Dieter Bankert und Kollektiv sowie die "Variante Neun" des Kollektivs von Wolf-Rüdiger Eisentraut – eine ganzheitliche Betrachtung aus, bei der das Angerdorf in die Planungen für das Zentrum mit einbezogen wurde. Doch bereits ein Jahr später, während der Überarbeitung des Projekts in einem kombinatsinternen Wettbewerb, welcher zu fünf Studien führte, verschwand Alt-Marzahn wieder aus dem Bearbeitungsfeld der Architekten, und auch in der fortgeführten Variante von Eisentraut aus dem Jahr 1983 sollte es nicht wieder auftauchen.

Abb. 6. Modellausschnitt des 2. Wohngebietes mit Dorfkern Marzahns links oben und dem Naherholungszentrum am oberen Bildrand, Quelle: Architektur der DDR (1976), S. 553.

Abb. 7. Kollektiv Dieter Bankert, Städtebaulich-architektonische Konzeption für das Hauptzentrum des 9. Stadtbezirks, Variante „Stern“, Isometrie, Quelle: VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin.

In Bankerts Entwurfsvariante "Stern" sollte dem Angerdorf jenseits der Landsberger Allee im Nordwesten ein semantisch stark aufgeladener Platz in Kreisform mit hoher umliegender Bebauung gegenübergestellt werden, gewissermaßen als Stadtkrone des neuen Bezirks (Abb. 7). Radial auf diesen Platz verlaufende Straßen sollten die dahinterliegende Wohnbebauung des dritten Wohngebiets in jeweils gleiche Segmente gliedern. Dieser formalen Logik folgend war der Dorfkern als einer dieser Teile über eine allseitig umschlossene Brücke an die Anlage angebunden; jedoch hätte er mit seiner einfachen eingeschossigen Bebauung als Relikt alter Tage eine eher geisterhafte Existenz im Schatten dieses (in seiner monumentalen Großform vielleicht letzten) Zeugnisses sozialistischer Aufbruchsästhetik geführt. Anders aufgefasst hatten die Autoren der "Variante Neun" das Zentrum des neuen Bezirks (Abb. 8). Ihr Entwurf basierte auf einer für den Fußgängerverkehr angehobenen Ebene, die einen langgestreckten, kontinuierlichen Erlebnisraum aufspannte. Entlang der Landsberger Allee waren flache pavillonartige Bauten geplant, und an der Nordseite des Fußgängerboulevards wurden elfgeschossige Wohnbauten mit sogenannten Funktionsüberlagerungen als Rückgrat zum Wohngebiet vorgeschlagen. Zwei clusterartig überbaute Plätze – am Bahnhof und am nordöstlichen Ende – sollten als Torsituationen und Gelenke dienen. Das verbindende Element war in diesem Entwurf ohne Zweifel der fließende öffentliche Raum mit seiner dichten und durchgängigen Programmierung, über den das teils stark reinterpretierte und durch neue Strukturen ergänzte Angerdorf integriert werden sollte. So wurden im Entwurf Pionierhaus, Musik- und Volkshochschule gemeinsam mit einem Heimatmuseum um einen neu angelegten Platz gruppiert, der als Gegenüber zum Platz am nordöstlichen Ende der neuen Fußgängerzone gedacht war. In den umgebauten und erweiterten Höfen sollten eine Künstlerkolonie, Studios, Werkstätten, Arbeitsgruppen und Kleingewerbe angesiedelt werden, um das historische Angerdorf auf diese Weise einerseits baulich aufzuwerten und um es andererseits durch die vorwiegend öffentlichen Funktionen in die übergreifende gesellschaftliche Vision für das Zentrumsprojekt einzugliedern (Abb. 9). Auch in Bankerts Projekt sollten der Dorfkern und seine Bauten eine Umnutzung erfahren, nur war die städtebauliche Anbindung an die gesellschaftlichen Bereiche des Hauptzentrums wesentlich schwächer ausformuliert. Gemäß der städtebaulichen Form der um einen "Stern" gruppierten Segmente erhielt sich das Dorf, wie auch die neu geplanten Wohnhöfe, trotz seiner öffentlichen Nutzung einen privaten Charakter. Gleichzeitig hätte es, im Unterschied zum Vorschlag des Kollektivs Eisentraut, in diesem Entwurf stärker seine Identität in klarer Abgrenzung vom neuen Platz bewahren können (Abb. 10, Abb. 11).

Interessant ist, wie es schließlich im Zuge der weiteren Bearbeitung des Projekts durch Bankert im Wettbewerb von 1978 – jetzt ebenfalls der bevorzugten städtebaulichen Grundidee der Fußgängerzone folgend – offenbar zu einem Überschwappen der kleinteiligen dörflichen Struktur auf die neue Bebauung des Boulevards kam. Die zweigeschossigen Häuserzeilen orientierten sich an historischen Typologien und sollten mit expressiv gestalteten großen Volumen öffentlicher Nutzungen durchsetzt werden (Abb. 12). Nicht nur auf rein formaler Ebene, sondern auch durch die Verwendung gemischter Typologien nach traditionellem Vorbild, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbanden, kam es zu postmodernen Hybridisierungen. Wie dieses Abfärben historischer Vorbilder auf neue Strukturen ganz konkret Gestalt annehmen würde, ließ sich in Marzahn allerdings nicht weiterverfolgen – dies sollte dem Zentrum Ost-Berlins vorbehalten bleiben. [35] Denn zur Ausführung kam das im Vergleich zu Bankerts Entwurf weitaus pragmatischere Projekt von Wolf-Rüdiger Eisentraut, allerdings ohne die in der ersten Wettbewerbsstufe vorgesehene Umgestaltung des Angerdorfs.

Abb. 8, 9. Kollektiv Wolf-Rüdiger Eisentraut, Städtebaulich-architektonische Konzeption für das Hauptzentrum des 9. Stadtbezirks, „Variante Neun“ (1977), Isometrie, Quelle: VEB BMK IHB Berlin (links), Lageplan, Quelle: VEB BMK IHB Berlin (rechts).

Vielmehr wurde es ab 1984, parallel zum Aufbau der "Marzahner Promenade" und dem gesellschaftlichen Hauptzentrum "komplex rekonstruiert" und durch neue Bauten, deren Architektur der historischen Bausubstanz angeglichen war, ergänzt (Abb. 13). In die Dorfschule zog die örtliche Wohnungsverwaltung ein; in den bestehenden und ergänzten Katen wurden eine Bäckerei, ein Geschenkartikelverkauf sowie traditionelle Handwerksbetriebe eingerichtet. Darüberhinaus gab es ein Museumsgehöft und ein nach historischem Vorbild gestaltetes Postamt. Abgerundet wurden die baulichen Eingriffe durch die historisierende Wiederherstellung der Außenanlagen mit gepflasterten Straßen und alten Straßenlaternen. Dieser Zustand hat sich mit Ausnahme weniger Nutzungsänderungen im Wesentlichen bis heute erhalten; weiterhin überwiegt die Mischung aus öffentlich-kulturellen und gewerblichen Nutzungen. So wurde das zwischen zwei Verkehrsachsen gelegene märkische Angerdorf Marzahn zu einer Welt inmitten der Welt des Neubaugebietes, und als solche, wie Wolfgang Kil bemerkte, zum "Kontrastprogramm gegen das Betoneinerlei: ländliche Folklore im Dienst der allgemeinen Marzahner Wohnzufriedenheit." [36]

Abb. 10. Kollektiv Dieter Bankert, Städtebaulich-architektonische Konzeption für das Hauptzentrum des 9. Stadtbezirks, Variante „Stern“ (1977), Lageplan, Quelle: VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin.

"Märkische Landschaften" und real existierende Aushubhalden

Bot der Dorfkern von Marzahn Möglichkeiten der Identifikation mit lokaler Geschichte und Tradition in einem räumlich klar umgrenzten Bereich, lässt sich die von Rolf Walter sowie einem Team von Künstlern und Gestaltern parallel zur städtebaulichen Planung entwickelte künstlerische Rahmenkonzeption für Berlin-Marzahn (1975—1976) als weiter gefasster Versuch der Vermittlung regionaltypischer und umweltbezogener Werte verstehen. [37] Ließen sich über städtebauliche Muster und die generischen Formen der landesweit eingesetzten WBS 70 nur begrenzt Bezüge zur Charakteristik des Ortes und der umgebenden Landschaft herstellen, so sollte der Einsatz von landschafts- und stadtgestalterischen Elementen sowie baugebundener Kunst diese Aufgabe erfüllen. Im Unterschied zu früheren Konzeptionen architekturbezogener Kunst für große Wohnungsbauvorhaben war deshalb eine ganzheitliche "Konzeption komplexer Gestaltung" das erklärte Ziel – also die Entwicklung eines umfassenden, maßstabsübergreifenden und die vielfältigen Gestaltungsbereiche integrierenden Ansatzes, der sämtliche gestalterischen Maßnahmen und Gegenstände auf Erleben und Gebrauch durch die künftigen Bewohner ausrichtete. [38]

Abb. 11, 12. Kollektiv Dieter Bankert, Städtebaulich-architektonische Konzeption für das Hauptzentrum des 9. Stadtbezirks, Variante „Stern“ (1977), Schnitt, Quelle: VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin (oben), Kollektiv Dieter Bankert, Wettbewerbsbeitrag für das Hauptzentrum des 9. Stadtbezirks (1978), Ansichten, Quelle: VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin (unten).

Im Hintergrund dieser Konzeption standen die seit Beginn der 1970er Jahre in Fachgremien wie etwa der gemeinsamen Zentralen Arbeitsgruppe Architektur und bildende Kunst von BdA/DDR und VBK/DDR geführten Diskussionen zur Frage der Gestaltung der Wohnumwelt. [39] Hierbei rückten Themen wie Alltag und Nutzung, Vielfalt und Wohlbefinden, Veränderbarkeit und Wachstum, Identifikation und das Heimatgefühl der Bewohner sowie die Frage nach zunehmender öffentlicher Beteiligung an Gestaltungsprozessen in den Vordergrund. [40] Statt abstrakte politische Botschaften zu kommunizieren, müsse die Gestaltung das Leben der Bewohner zum Gegenstand haben und "charakteristische, natürliche Bedingungen der Landschaft und des Ortes" vermitteln. [41] Um dies zu erreichen, sah Rolf Walters Konzept Eingriffe auf drei Gestaltungsebenen vor: Die Integration der Landschafts- und Freiraumgestaltung sowie großflächig struktureller Gestaltungen an Gebäuden und Gebäudekomplexen sollte auf einer ersten Ebene erfolgen, der weitgehend neue Bereich visuell-kommunikativer Gestaltungen, Sekundärarchitektur und Stadtmöblierung auf einer zweiten Ebene, und schließlich sollten dekorative und bildkünstlerische Gestaltungen mit konkreter Aussage – unter anderem zu regionalen landschaftlichen und natürlichen Gegebenheiten – als Teil einer dritten Gestaltungsebene realisiert werden. [42] (Abb. 14)

Abb. 13, 14. Blick über den sanierten Dorfkern, Juni 1987, Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1987-0625-017, Foto: Karl-Heinz Schindler, Link: http://www.bild.bundesarchiv.de/archives/barchpic/search/?search[form][SIGNATUR]=Bild+183-183-1987-0625-017 (links), Außenanlagen in Berlin-Marzahn, Foto: Gerd Danigel (rechts).

Die strikten Anforderungen an Planziele, das Fehlen verbindlicher Regelungen sowie wachsende materielle Zwänge führten jedoch dazu, dass ein beachtlicher Teil der ursprünglich ambitionierten Gestaltungskonzeption entweder verspätet oder nie zur Ausführung kam. Das betraf insbesondere den Bereich der stadtgestalterischen Maßnahmen, also die Sekundärarchitektur und Stadtmöblierung – zur Frustration sowohl der beteiligten Gestalter als auch der Architekten. [43] Doch selbst die Maßnahmen der ersten Ebene ließen oft lange nach Fertigstellung der Wohnbauten und Einzug der Mieter noch auf sich warten. So bot sich den Bewohnern statt dem Ausblick auf märkische Landschaften eher die nüchterne Wirklichkeit einer Großbaustelle mit Regenwasserseen sowie Aushub- und Bauschutthalden (Abb. 15). Nicht zuletzt deshalb begannen viele von ihnen in Eigeninitiative oder organisiert durch die Hausgemeinschaftsleitungen (HGL), im Rahmen der sogenannten Volkswirtschaftlichen Masseninitiative (VMI) und Mach-mit-Wettbewerbe an der Gestaltung der angrenzenden Außenanlagen und Freiflächen mitzuarbeiten. [44]

Abb. 15. Joachim Doese, Märkische Steingeschichten, Detail (1985), Quelle: Ministerium für Kultur der Deutschen Demokratischen Republik (Hg.). X. Kunstausstellung der Deutschen Demokratischen Republik: Dresden 1987/88. Dresden 1987, S. 197.

Vom hehren Anspruch einer umfassenden, auf den Charakter des Ortes bezogenen Umweltgestaltung blieb so letztlich eine Reihe von Einzelkunstwerken, deren Inhalt, bildliche Aussage oder Materialität auf die spezifischen natürlichen und kulturellen Gegebenheiten des märkischen Umlands abhoben. Sie wurden in verschiedenen Medien und Techniken ausgeführt und umfassten in ihrer Größe sowohl monumentale Giebelgestaltungen an Wohnblöcken als auch kleinere Reliefs und Wandbilder im Außen- und Innenraum, vor allem an öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, aber auch an Versorgungs- und Freizeiteinrichtungen. Hinzu kamen Skulpturen sowie Brunnen und Spielplatzgestaltungen. Die Verwischung künstlerischer Grenzen zeigt dabei ebenfalls an, dass die Gestalter in erster Linie danach strebten, mit den bereitstehenden Mitteln für architekturbezogene Kunst eine Verbesserung des Alltagslebens der Bewohner zu erreichen. So verzichteten die meisten Kunstwerke auf Pathos und hatten stattdessen den Menschen und sein Verhältnis zur Natur, in vielen Fällen auch die konkrete Umwelt Brandenburgs zum Inhalt. Der Künstler Joachim Doese etwa arbeitete in seinem Relief Märkische Steingeschichten mit der Sprache des Materials und mischte in einer Art Bricolage Backstein, Naturstein, Biberschwanzziegel und andere mit lokalen handwerklichen Traditionen des Bauens verbundene Materialien, womit er ein geschichtliches Gegenbild zu den technischen Plattenbauten entwarf. In eher direkter Weise bezog sich die Künstlerin Emilia Nicolova-Beyer in ihrem Wandrelief Brandenburgischer Volkstanz vermittels Darstellung eines in Tracht gekleideten Paares auf Tradition und Heimat. [45] Aber auch in weniger gegenständlichen, beinahe grafisch-ornamentalen Arbeiten wie den Eingangsgestaltungen für verschiedene Kindereinrichtungen von Gertraude Pohl mit Titeln wie Auf der Wiese, Blumen und Vögel oder Vogeltiere fanden die heimatstiftenden Themen Landschaft und Natur eine Umsetzung. [46] Eine Ausnahme bildet das auf der Giebelfläche eines elfgeschossigen Wohnblocks realisierte, auf "die Gefährdung von Natur und Klima" hindeutende Wandbild Umweltschutz von Hans Mendau. [47]

Imaginäre Landschaften und materielle Orte

Man mag darüber spekulieren, wie genau die Bewohner diese Werke wahrnahmen – ob als heimatstiftende Bereicherungen des Alltags im Wohngebiet oder als kritische Kommentare auf die gleichsam durch die Wohnungsbaupolitik weiter voranschreitende Zerstörung der Landschaft. Denn mit der stetig steigenden Erhöhung des Bauaufkommens in Berlin markierte Marzahn längst nicht mehr die Grenze der sich weiter ins Umland ausdehnenden Stadt. Zwischen der Wiedererweckung von "Heimat" als Topos, wie er bereits für die 1950er Jahre in der DDR charakteristisch gewesen war, und einer vor allem seit Mitte der 1970er Jahre durch die Wirtschafts- und Sozialpolitik der SED in der Ära Honecker rapide voranschreitenden Transformation der Umwelt – und letztlich deren Verfall – bestand ein unauflösbarer Widerspruch. [48] Dennoch zeigten die veränderten politischen und gesellschaftlichen Prämissen in der Planung großer Neubaugebiete – Einbeziehung von Landschaft, territorialen Gegebenheiten, Vegetation und bestehender Bausubstanz – und die verwirklichten Beispiele eine allgemeine Verschiebung des Diskursfeldes von Zukunftsglaube und Utopie hin zu Alltag und Wirklichkeit. Wie sowohl anhand des Umgangs mit dem Angerdorf Marzahn als auch am Einsatz architekturbezogener Kunst im Neubaugebiet deutlich wird bedeutet dies aber, dass eine derartige Verschiebung weder zu einem Ende der Imagination noch zu einer einseitigen Kontrolle über diese Diskurse führte. Vielmehr beweisen die Konflikte in der architektonischen und künstlerischen Ausgestaltung sowie die individuellen Aneignungen und Auslegungen, dass Themen wie Heimat und der Umgang mit dem Vorhandenen, der Natur und der Geschichte auch eine prekäre, kritische und destabilisierende Wirkung zu entfalten vermochten. [49]

Geht es um den Paradigmenwechsel in der ostdeutschen Architektur während der letzten beiden Jahrzehnte der DDR, werden in der Literatur häufig die neo-historischen Entwürfe und Bauten in den Innenstädten ins Feld geführt. [50] Dabei wird aber bisweilen übersehen, dass sich auch an den architektonisch weitaus unspektakuläreren Rändern ein nicht weniger grundlegender Wandel vollzog, und dass diese Ränder sogar zu Experimentierfeldern für später in den Innenstädten realisierte Projekte werden konnten. [51] Der historischen Zusammenhänge wegen sollte man das im Blick behalten, insbesondere, wenn heute mancherorts der Versuch unternommen wird, die in den 1970er und 1980er Jahren realisierten Wohnsiedlungen als steingewordene Utopien darzustellen. Denn die Prozesse des Umbaus und der Weiterentwicklung dieser Gebiete bestätigen letztlich, dass es sich hier um ganz konkrete Orte handelt, deren lokale Potentiale durch die Weiterentwicklung dessen, was in ihren Planungen angelegt war, im Sinne einer Normalisierung durchaus gestärkt werden können. Gerade auch weil in Marzahn – wie in anderen Großsiedlungen der DDR – nirgendwo nichts war (und ist), verbirgt sich dort ein Stück Heimat.



[1] Günter Peters: Kleine Berliner Baugeschichte. Von der Stadtgründung bis zur Bundeshauptstadt. Berlin 1995, S. 240–242.

[2] Diese Abgrenzung verbunden mit der Absage an utopische Vorstellungen des Wohnens und Ähnliches findet sich bereits in Dokumenten aus der frühesten Phase der Planung für den neuen Stadtteil Berlin-Marzahn; siehe etwa "Diskussionsgrundlage zu städtebaulichen Anforderungen an die Planung des Stadtteils Biesdorf/Marzahn", Berlin, 10.10.1973. In: Bundesarchiv (im Folgenden BArch) DH 2/21389.

[3] Christine Hannemann: Die Platte. Industrialisierter Wohnungsbau in der DDR. Berlin 2005, S. 108.

[4] Die Entscheidung zu Erhalt und Integration des Angerdorfs Marzahn wurde zu einem frühen Zeitpunkt der städtebaulichen Planungen auf Grundlage von Empfehlungen der Abteilung für Kultur des Magistrats vom 4. Juni 1974 gefällt. Inwiefern die Beschlussfassung weiter in der Hierarchie nachvollzogen werden kann, ist dem Autor nicht bekannt. Vgl. "Entwurf – Gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Zielstellung für den komplexen Wohnungbau in Biesdorf/Marzahn", Berlin, 15.7.1974. In: BArch DH 2/21389.

[5] Siehe dazu: Roland Korn/Peter Schweizer/Rolf Walter: "9. Stadtbezirk." In: Architektur der DDR (1976), S. 548–555 sowie Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Hg.): Kunst in der Großsiedlung. Kunstwerke im öffentlichen Raum in Marzahn und Hellersdorf. Berlin 2008.

[6] Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt 1977, bes. S. 1628.

[7] Wolfgang Junker: Das Wohnungsbauprogramm der Deutschen Demokratischen Republik für die Jahre 1976 bis 1990. Berlin 1973, S. 12.

[8] Jan Palmowski: "Heimat and identity in the Honecker era." In: ders.: Inventing a Socialist Nation. Heimat and the Politics of Everyday Life in the GDR 1945–1990. Cambridge 2009, S. 111–148. Zum Verständnis von Heimat in der Ära Ulbricht siehe etwa den Abschnitt "Von Vaterland und Heimat." In: Wolfgang Eichhorn: Von der Entwicklung des sozialistischen Menschen. Berlin 1964, S. 250–257.

[9] Palmowski 2009 (vgl. Anm. 8), S. 111.

[10] Alexei Yurchak: Everything Was Forever, Until It Was No More: The Last Soviet Generation. Princeton 2005.

[11] Palmowski 2009 (vgl. Anm. 8), S. 148.

[12] Zur Trialektik von "räumlichen Praktiken", "Repräsentationen des Raumes" und "Räumen der Repräsentation" oder "gelebten Räumen" im sozialen Prozess der "Produktion des Raumes" siehe Henri Lefebvre: The Production of Space. Oxford 1991.

[13] Günter Peters: "Zur Baugeschichte – Drei Gründerzeiten." In: Gerrit Engel: Marzahn. Köln 1999, S. 13–17.

[14] "Grundlagenmaterial für die Bebauungskonzeption des Stadtteils Biesdorf/Marzahn". In: BArch DH2/21389.

[15] Günter Peters: Historische Stadtplanungen für den Berliner Nordosten. Berlin 1997 sowie: Peters 1999 (vgl. Anm. 13).

[16] Institut für Städtebau und Architektur: Komplexer Wohnungsbau. Aufgaben der Architekten. Arbeitstagung des BdA/DDR am 26. und 27. Oktober 1972 in Leipzig. Berlin 1973.

[17] Thomas Hoscislawski: Bauen zwischen Macht und Ohnmacht. Architektur und Städtebau in der DDR. Berlin 1991, S. 246–253, ebenso: Bruno Flierl: "Statement." In: Holger Barth (Hg.): Planen für das Kollektiv. Handlungs- und Gestaltungsspielräume von Architekten und Stadtplanern in der DDR. Erkner 1999, S. 85–88, hier S. 88.

[18] Silvio Macetti: "Zeit und Raum – Entscheidende Faktoren der künftigen Entwicklung der sozialistischen Architektur." In: Deutsche Architektur (1966), H. 1, S. 10–11 sowie: ders.: "Ökonomie der Stadt und komplexe Ökonomie des Städtebaus." In: Deutsche Architektur (1971), H. 10, S. 586–592.

[19] Deutsche Bauakademie zu Berlin (Hg.): Umgestaltung der Wohngebiete – Erstes Entwurfskolloquium der Deutschen Bauakademie 28. November bis 10. Dezember 1966 in Leipzig. Berlin 1967.

[20] Ellenor Oehler: "Zur Entwicklung des Umweltrechts." In: Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. (Hg.): Umweltschutz in der DDR. Analysen und Zeitzeugenberichte – Band 1: Politische und umweltrechtliche Rahmenbedingungen. München 2007, S. 99–128.

[21] Die im Text verwendete deutsche Bezeichnung stammt aus einem Artikel in der Zeitschrift Deutsche Architektur, in dem der Kongress und die wichtigsten Themen angekündigt wurden: "Architektur und Lebensmilieu des Menschen." In: Deutsche Architektur (1966), H. 9, S. 570–571.

[22] Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik vom 06.04.1968, Fassung vom: 07.10.1974; siehe: http://www.documentArchiv.de/ddr/verfddr.html (20.08.2014).

[23] Bei der Ausarbeitung dieses Beitrags wurde die Textfassung des Landeskulturgesetzes von 1984, die ebenso die Fassung des Textes von 1970 beinhaltet, herangezogen; siehe: Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR und Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (Hg.): Sozialistische Landeskultur – Umweltschutz. Textausgabe. Berlin 1984.

[24] "Umweltfreundliches Bauen." In: Panorama DDR – Auslandspresseagentur GmbH (Hg.): Für eine gesunde Umwelt: Informationen, Fakten und Zahlen aus der DDR. Dresden 1980, S. 20–22.

[25] "Studie über soziologische und umweltgestalterische Probleme der städtebaulichen Planung des neuen Stadtteiles in Biesdorf-Marzahn", Vertrauliches Material, Ausgearbeitet von einer zeitweiligen interdisziplinären Arbeitsgruppe des Arbeitskreises Kultursoziologie des wissenschaftlichen Rates für soziologische Forschung in der DDR und des Rates für Umweltforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR, Berlin Oktober 1974. In: Getty Research Institute, DDR Collections, Accession no. 940002 (im Folgenden GRI DDR), Box 53, Fol. 14. Der Studie ging ein erstes, im August 1974 verfasstes Gutachten voraus: Gutachten zu soziologischen Problemen der städtebaulichen Planung des neuen Stadtteils Biesdorf-Marzahn (unveröffentlichtes Typoskript), 8.8.1974, S. 1–12. In: GRI DDR, Box 53, Fol. 14.

[26] Heinz Kroske: Probleme und Methoden zur Einschätzung komplexer ökologischer Wirkungen von Wirtschaftsmaßnahmen. Berlin 1980. Zur Geschichte der Klasse Umweltschutz und Umweltgestaltung siehe: ders.: "Zur Arbeit der Klasse Umweltschutz und Umweltgestaltung an der Akademie der Wissenschaften." In: Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. (Hg.): Umweltschutz in der DDR. Analysen und Zeitzeugenberichte – Band 3: Beruflicher, ehrenamtlicher und freiwilliger Umweltschutz. München 2007, S. 59–62.

[27] "Studie über soziologische und umweltgestalterische Probleme" 1974 (vgl. Anm. 25), S. 4–6.

[28] ebd., S. 1–4.

[29] ebd., S. 6–7.

[30] Über Kontext, Intention und Wirksamkeit der gemeinschaftlichen Arbeit informiert eine Notiz ungeklärter Provenienz, die den Archivalien "erklärend" beiliegt: "Berlin-Marzahn war in den 60er und 70er Jahren mit über 100 000 EW das größte Neubauwohngebiet der DDR. Allgemein bestand bei Fachleuten die Befürchtung, daß diese riesige Aufgabe weder im Sinne einer optimalen Lebensqualität noch einer optimalen Architektur gelöst werden könne. Deshalb ergriffen – aus eigenem Antrieb – drei Wissenschaftler, die mit sozial-räumlichen Problemen des Städtebaus vertraut waren, die Initiative zur Ausarbeitung eines Gutachtens ‘vorab’, also allein auf der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden städtebaulichen Planung. […]. Sie übergaben den von jedem einzeln ausgearbeiteten und kollektiv abgestimmten Text an die Bezirksleitung der SED (führende politische Kraft in der DDR) in der Hoffnung, daß dadurch eine Qualifizierung der zu treffenden Entscheidungen erreicht werden könnte. Was daraus wurde, haben die Autoren jedoch nie erfahren. Der Text – der hier in den Etappen der Erarbeitung vorliegt – ist dennoch ein wichtiges Dokument, belegt er doch, daß die Wissenschaft helfen wollte, daß aber die Politik davon keine Kenntnis nahm!" Bruno Flierl. "Sozialräumliche Struktur." In: Gutachten zu soziologischen Problemen 1974 (vgl. Anm. 25), o. S.

[31] Dorothee Dubrau: "Bürgerbewegungen und Stadterneuerung. Industrialisierter Massenwohnungsbau von oben – Bürgeremanzipation von unten." In: Christoph Bernhardt/Thomas Flierl/Max Welch-Guerra (Hg.): Städtebau-Debatten in der DDR. Verborgene Reformdiskurse. Berlin 2012, S. 200–216, hier S. 203–204.

[32] Gutachten zu soziologischen Problemen 1974 (vgl. Anm. 25), S. 5.

[33] Das Gesamtplanungsgebiet war in drei Wohngebiete unterteilt, die auch in dieser Reihenfolge realisiert wurden: Wohngebiet 1 im Süden; Wohngebiet 2, zu dem auch der Dorfkern Marzahns gehörte, im Zentrum; und Wohngebiet 3, an dessen südlicher Seite das neue Hauptzentrum entstehen sollte, im Norden.

[34] Siehe Denkmaldatenbank der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank/index.shtml (16.10.2014).

[35] Simone Hain: "Zwischen Arkonaplatz und Nikolaiviertel. Stadt als soziale Form versus Inszenierung. Konflikte bei der Rückkehr in die Stadt." In: Thorsten Scheer/Andrea Bärnreuther (Hg.): Stadt der Architektur – Architektur der Stadt. Berlin 2000, S. 337–348.

[36] Wolfgang Kil: "Dilemma der Moderne, aufgestoßene Tür." In: Engel 1999 (vgl. Anm. 13), S. 19–24.

[37] Korn/ Schweizer/ Walter 1976 (vgl. Anm. 5). Der Leiter des sogenannten Konzeptionskollektivs des Verbandes bildender Künstler Berlin, Rolf Walter, war Grafiker und arbeitete außerdem als Kunstwissenschaftler an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weissensee. Zu den beteiligten Mitarbeitern siehe: "Komplexe Gestaltung neuer Stadtteil der Hauptstadt Berlin-Marzahn." In: Verband bildender Künstler der DDR (Hg.): IX. Kunstausstellung der Deutschen Demokratischen Republik. Dresden 1982, S. 294–297. Dokumente belegen darüberhinaus eine Zuarbeit Flierls zu thematisch-inhaltlichen Aspekten der Rahmenkonzeption im Juli 1974; siehe dazu: Bruno Flierl: "Zuarbeit zur Rahmenkonzeption des ästhetisch-künstlerischen Bereichs komplexer Umweltgestaltung für den Stadtteil Berlin/Biesdorf-Marzahn." Berlin, 10.7.1974. In: GRI DDR, Box 53, Fol. 14.

[38] Korn/Schweizer/Walter 1976 (vgl. Anm. 5), S. 554, ebenso: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf 2008 (vgl. Anm. 5), S. 21–23.

[39] Zentrale Arbeitsgruppe Architektur und bildende Kunst des BdA/DDR und des VBK/DDR (Hg.): Gestaltete Wohnumwelt. 7. Seminar der Zentralen Arbeitsgruppe "Architektur und bildende Kunst" des BdA/DDR und des VBK/DDR am 14. und 15. November 1974 in Dresden. Bericht und Auszüge aus Referaten und Diskussionsbeiträgen. Dresden 1974.

[40] Bruno Flierl: "Probleme der komplexen Umweltgestaltung als kultureller Prozess." In: Gestaltete Wohnumwelt. Dresden 1974, S. 19–22. Siehe ebenso Rolf Walter: "Probleme der Ausarbeitung von Konzeptionen für die komplexe Umweltgestaltung in großstädtischen Bereichen." In: ebd., S. 16–18 sowie "Diskussionsbeiträge nach dem Referat von Dr.-Ing. Flierl." In: ebd., S. 30–39.

[41] Korn/Schweizer/Walter 1976 (vgl. Anm. 5), S. 554.

[42] ebd., S. 554–555.

[43] "VBK Aktivitäten zu Wohnungsbau Berlin Biesdorf/Marzahn, 17.3.78." In: AdK, Berlin, Verband bildender Künstler – Zentralvorstand, Nr. 5201. Ebenso: Heinz Graffunder: "Über Fragen der Planung und Leitung bildender Kunst am Beispiel von Berlin-Marzahn." April 1980. In: GRI DDR, Box 68, Fol. 11.

[44] Karin Mathees: "Marzahn – meine Heimat." In: Engel 1999 (vgl. Anm. 13), S. 7–11.

[45] ebd., S. 101.

[46] ebd., S. 84–85.

[47] ebd., S. 72.

[48] Zur prekären Situation der Umweltpolitik in der DDR ab Mitte der 1970er Jahre siehe: Hans-Peter Gensichen: "Umweltverantwortung in einer betonierten Gesellschaft: Anmerkungen zur kirchlichen Umweltarbeit in der DDR 1970–1990." In: Franz-Josef Brüggemeier/Jens Ivo Engels (Hg.): Natur- und Umweltschutz nach 1945. Konzepte, Konflikte, Kompetenzen. Frankfurt, New York 2005, S. 287–304.

[49] Palmowski 2009 (vgl. Anm. 8).

[50] Florian Urban: Neo-historical East Berlin: architecture and urban design in the German Democratic Republic 1970–1990. Farnham 2009.

[51] Dies lässt sich an den Vorschlägen Dieter Bankerts für den Marzahner Zentrumswettbewerb nachvollziehen; siehe dazu: Hain 2000 (vgl. Anm 35).

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