Ephemere Kunst am Hofe des Sonnenkönigs changement und mouvement als Repräsentationsmittel von Herrschaft Quaeitzsch Christian Ephemere Festausstattungen spielten in der höfischen Selbstdarstellung des französischen Sonnenkönigs eine wichtige Rolle, erlaubten sie doch anlassgebunden die kurzfristige Entfaltung höchsten Prunks. Dabei wurden bewusst die immanenten Aspekte der vergänglichen Fest- und Bühnenkunst, eben ihre ephemere Natur und Wandlungsfähigkeit – ästhetisch und inhaltlich als Mittel der Repräsentation königlicher Macht genutzt. Auf der Bühne und innerhalb des Festablaufs waren die vergänglichen Architekturen und Dekorationen in eine unablässige Folge ostentativer changements eingebunden. Die Inszenierung der diversen machines suggerierten Publikum und Teilnehmern der Veranstaltungen, der scheinbar selbstständigen Bewegung und Metamorphose unbelebter Materie als Ausdruck königlicher Macht beizuwohnen. Die Bedeutung, die der kinetischen und transitorischen Festausstattung beigemessen wurde, schlug sich nicht nur in der zeitgenössischen Traktatliteratur nieder, sondern auch in den sprachlichen und bildlichen Interpretationen der flüchtigen Spektakel, die ihnen Dauer verleihen sollten. Ludwig XIV. Paris Versailles Sonnenkönig Ballett Theater Gartenarchitektur Parkfeste Festarchitektur Feuerwerk Bühnenbild Corneille, Thomas Sylvestre, Israel Vigarani, Carlo Menestrier, Claude-Francois Corneille, Pierre Chauveau, Francois Lully, Jean-Baptiste Lorrain, Claude Le Pautre, Jean Félibien, André Marly ephemere Architektur 792 700 720 940 periodical academic journal archimaera ephemere architektur 003 2009 1865-7001 urn:nbn:de:0009-21-21323 http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0009-21-21323 quaeitzsch2009